2010.01.26 10:51:50

Ich habe für eine Woche mein Trainingslager in Südafrika unterbrochen um zu Hause mal nach dem Rechten zu sehen. In den ersten Wochen in Stellenbosch war es Stellenweise über 40°C warm, dementsprechend schwer viel auch die Anpassung an die heimische Kälte. Die nächsten drei Wochen werde ich nochmal nutzen um wieder zusammen mit Jan Frodeno die Grundlagen für eine lange und hoffentlich ehrfolgreiche Saison zu legen.

 

mfg christian





2009.12.22 11:00:40

 

Neues Jahr mit neuem Ausrüster. Zum Jahreswechsel konnte ich die Hamburger Radschmiede Stevens für mich gewinnen. Ich hoffe das in mich gesetzte Vertrauen zurückzahlen zu können und freue mich auf die ersten Wettkämpfe auf meinem neuen Bike.

Die ersten Radkilometer auf dem neuen Rad werde ich allerdings auf der Südhalbkugel in Stellenbosch verbringen. Am 01.01. geht es in den Süden um wieder mit  Olympiasieger Jan Frodeno zu trainieren.

See you in Stellenbosch

 

christian





2009.11.26 23:59:24

Am 26.11.09 wurde um 21.27Uhr ein neuer Erdenbürger geboren. Sie ist 3610g schwer, 52cm groß und heißt Emilia Helene Kramer.

Meine Freundin und ich sind unglaublich glücklich und freuen uns auf die neuen Herausforderungen. Die nächste Zeit wird mit Sicherheit aufregend und wunderschön.

 

mfg christian





2009.11.15 22:14:32
Nun ist etwas mehr als ein Monat Training ins Land gegangen und die ersten Lauf- und Radtests sind ebenfalls überstanden. So konnten wieder die Trainingsbereiche aktualisiert werden, um möglichst genau in den vorgegebenen Intensitätsbereichen arbeiten zu können. Jetzt gilt es vor allem sich nicht von der tristen Novemberstimmung anstecken zu lassen, gesund zu bleiben und konzentriert die Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Saison 2010 zu legen.

 

mfg christian





2009.10.19 07:56:31

. . . oder wie man auch sagt Mountainbike Orienentierungsfahren. Gestern startete ich zusammen mit Falk Wenzel beim alljährlichen Wettkampf in Gernrode im Harz um für etwas mehr als fünf Stunden nach Wertungspunkten zu jagen. Am Ende sind wir etwas unglücklich Gesamtvierter geworden, da wir am Ende alles auf eine Karte gesetzt hatten, aber im Ziel leicht über dem Zeitlimit waren. Da bei dieser Wettkampfform nicht nur der Raddruck sondern auch die Orientierung sowie das Kartenlesen entscheidet, muss man als Team gut harmonieren um möglichst viele Wertungen zu erreichen. Als Fazit bleibt viel Spaß und eine mehr als willkommende Abwechslung beim Radtraining.

 

mfg christian 





2009.10.12 07:43:12

Zuerst möchte ich an dieser Stelle Andreas Raelert zu seinem dritten Platz beim diesjährigen Ironman Hawaii gratulieren!

Da ich im nächsten Jahr an gleicher Stelle ein für mich zufrieden stellendes Ergebnis erreichen will, starte ich heute mit den ersten planmäßigen Trainingseinheiten.  Die letzten beiden Wochen verliefen nach dem Motto "alles kann, nichts muss", um einfach wieder ein Gefühl für die Bewegung bzw. täglichen Sport zu erlangen. Welche Wettkämpfe ich in der kommenden Saison bestreiten werde wird sich wohl nach und nach entscheiden, ich hoffe aber so schnell wie möglich.

In den nächsten Wochen und Monaten stehen zudem große Veränderungen ins Haus über die ich sobald etwas offiziell ist, berichten werd. Schaut also einfach ab und zu mal vorbei . . .

 

mfg christian





2009.09.19 07:34:25
Bevor von meinen Eindrücken vom Rennen berichte, möchte ich noch einigen Leuten auf diesem Wege danken. Hoffentlich vergesse ich niemanden und auch die Reihenfolge ist ohne Wertung. Nur herausnehmen möchte ich meine Freundin Susi, die mir wann immer sie kann den Rücken frei hält, persönlich zurücksteckt und auch sonst alles Erdenkliche für mich tut! Als nächstes möchte ich dann meinen und Susis Eltern danken, welche mich auch immer unterstützen und mir hoffentlich weiter auf meinem Weg helfen. Dann Patrick und Heiko, die mich auf den Punkt fit bekommen haben, das Team um Dr. Müller in Leipzig, welche mich vor allem während der Verletzung im Frühjahr unterstützt haben, den Heilpraktiker Thomas Röver, Thomas Tittel mit seinen Jungs vom Bikecenter, die immer wann nötig an meinem Rad geschraubt haben und auch sonst mit Rat und Tat zur Seite standen, Volker meinem ehemaligem Schwimmtrainer und gutem Freund, der zu jeder Lebendlage einen richtigen Ratschlag hat und mich zu meinem Schritt zum Triathlon ermutigt hat, der Erfolgschwimmtrainer Frank Embacher, der mir viele Schwimmeinheiten in seiner Trainingsgruppe ermöglicht hat, meinem Teamsponsor hansgrohe, ohne den ich wahrscheinlich nicht mehr beim Triathlon wäre sowie dem Helmhersteller Uvex, der mir tatsächlich einen neuen Helm kurz vor Rennbeginn geschickt hat und zu guter letzt Frodo mit seinem Trainer Roland Knoll und Felix, von deren Erfahrung ich sehr viel profitiert habe. Allen nochmals DANKE!!!

Der bisher längste und härteste Tag meines Lebens begann letzten Sonntag um 3:45Uhr Ortszeit. Die Nacht vor dem Wettkampf konnte ich besser schlafen als ich gedacht hatte, wobei die Anspannung recht groß war. Zum Frühstück gab es dann Weißbrot mit Honig und Bananen sowie etwas Tee. Als ich dann halb sechs an der Wechselzone eintraf war ich längst nicht der erste, aber auch nicht der letzte. Bevor ich jedoch einen letzten Blick auf mein Rad werfen konnte, musste ich mir erstmal die Waden mit der Startnummer markieren lassen. Am Rad angekommen habe ich noch mal Luft aufgepumpt und es mit der nötigen Verpflegung bestückt. Danach habe ich versucht einen ruhigen Platz zu finden, was aber in anbetracht 2399 anderer Verrückter nicht möglich war. Um 6:50Uhr, kurz nach Sonnenaufgang, erfolgte dann der Startschuss. Die Schwimmstrecke war in zwei Runden zu schwimmen, als schwierig gestaltete sich, dass ich ab der Hälfte der zweiten Runde Zickzack durch die schwimmschwächeren Alterklassenathleten schwimmen musste. Somit bin ich zwar in Führung liegend an die letzte Boje geschwommen, aber da ich mich gegen das Gewühl entschieden habe und einige Extrameter geschwommen bin, habe ich den inoffiziellen Titel des „1st out of the water“ um einige Sekunden verpasst. Den Neo durfte man ausnahmsweise direkt nach dem Schwimmen ausziehen anstatt ihn in der Wechselzone auszuziehen. Denn man musste anschließend eine Parkhausauffahrt in Helixform hinauflaufen, die von unglaublichen Zuschauermengen gesäumt war und man das erste Mal Gänsehaut hatte. Da ich relativ schnell gewechselt hatte (4min18sec!!!) konnte ich als erster mein Rad aus der Wechselzone schieben. Auf den ersten 20km wurde ich von zwei Athleten überholt und wollte nicht mit letzter Konsequenz mitfahren, da beide ein sehr hohes Tempo gefahren sind und ich einfach nicht schon alle Körner verschießen wollte. Somit bin ich die ersten 90km alleine gefahren. Bei Halbzeit hatte mich eine ca. 7 Mann starke Gruppe eingeholt, darunter der Vorjahressieger Chris McDonald. Etwas deprimiert setzte ich mich ans Ende der Gruppe um mental erstmal zu verschnaufen, denn ich musste ja schneller fahren, da ich geholt wurde. Nichts desto trotz fühlte ich mich nach ca. 110km wieder richtig gut und fing an in der Gruppe vermehrt für das Tempo zu sorgen (was vielleicht insgesamt betrachtet ein kleiner von zwei Fehlern war). Somit holten wir die zwei Führenden ein, wobei einer von beiden kurz nachdem wir ihn eingeholt hatten wieder attackierte und mit ca. 20sec Abstand vor uns her fuhr. Nach 175km hatte ich dann doch recht schwere Beine und ich ließ mit dem Marathon im Hinterkopf und einer vollen Blase die Jungs ein Stück ziehen. So erreichte ich mit wenig Abstand als fünfter die Wechselzone. Nun war „nur noch“ der besagte Marathon zu laufen. Kurz nach dem Wechsel hatte ich den späteren Sieger Raynard Tissink ein- und überholt. Dann nach ca. 1,5km parkte der dato dritte am Straßenrand. Er sollte für seinen Marathon über 5std brauchen . . . Bei mir lief es Anfangs noch holprig, aber ich war immerhin schon dritter. Vorn schien sich ein Duell zwischen McDonald und Bachor anzudeuten. Nach ca. 15km musste ich der Natur nachgeben und ging kurz auf Toilette. Knapp 2min später war ich nur noch auf Platz fünf, jedoch habe ich den vierten noch gesehen. Bei der Halbmarathonmarke hatte ich meinen Rückstand bereits etwas verkürzen können. Als wir ein zweites Mal durch das beeindruckende Footballstadion laufen mussten sah ich, dass ich den Abstand bis auf den Sieger extrem verkürzt hatte, denn auch der zweite war noch im Stadion. Ab diesem Moment musste ich mich zusammen nehmen weiterhin kontrolliert zu laufen. Nach dem Stadion ging es kurz bergauf und ich sah den Vorjahressieger eine Laufpause machen. Auf dem nächsten kurzen Bergabstück konnte ich ihn überholen und sah auch gleich den Drittplatzierten Konstantin Bachor. An der nächsten Verpflegungsstelle konnte ich ihn auch überholen, jedoch biss er sich an meinen Fersen fest. Bei Kilometer 25 musste man noch einmal einen ca. 800m langen Berg hoch laufen. Am Fuß des Anstieges sah ich, dass mein Schatten verschwunden war und kurz vor mir der Zweite lief. Ich nahm mein Herz in beide Hände und überholte auch ihn noch am Berg. An den nächsten beiden Wendepunkten war der Abstand zum Dritten alles andere als beruhigend. Allerdings begannen nun leichte Magenprobleme, da ich (hier ist der zweite Fehler) auf Grund der Hitze (über 30°C) mir die ganze Zeit Eis zur Kühlung in den Einteiler gekippt hatte und mein Verdauungstrakt wohl leicht unterkühlt war. Das machte mir es etwas schwerer meinen Vorsprung (denn ich sah in unmittelbarer Nähe keinen Verfolger) bei den Zuschauermassen an der Strecke und später im Ziel zu genießen. Als ich dann die Ziellinie nach über 8h50min als Zweiter überqueren konnte, viel alle Last von mir und ich war einfach nur glücklich.

Nun bin ich als einer der ersten für Hawaii 2010 qualifiziert und kann nun entspannt in die nähere Zukunft blicken und meine Saisonpause doppelt genießen . . .

 

Weitere (unabhängige) Berichte zum Rennen zum Rennen findet ihr auf tri-mag.de, 3athlon.de, tri2b.de und hier.

 

mfg christian





2009.09.14 00:54:47

What a Day, what a Race!!!

Bei meinem ersten Ironmanrennen konnte ich in Madison/Wisconsin einen sensationellen 2.  Platz belegen!!! Im Moment bin ich allerdings ziemlich platt und muss kleinere Wehwehchen versorgen, danach hole ich mein Rad und werde um Mitternacht (ich hoffe ich halte so lange durch) die letzten Finisher feiern. Einen ausführlichen Rennbericht wird es allerdings wahrscheinlich erst geben wenn ich wieder heimischen Boden betreten habe. Danke für´s "Daumendrücken" und die vielen bereits erhaltenen Glückwünsche!!!

 

mfg christian





2009.09.12 22:43:25
Morgen früh 6:50Uhr (Ortszeit) hat das lange warten ein Ende. Dann fällt der Startschuss zum Ironman Wisconsin. Nach dem die Saison etwas holprig angefangen hatte, wurde es ab Anfang Juli von Rennen zu Rennen, mit Ausnahme des Schluchseetriathlons, besser und ich konnte einige Rennen gewinnen. Diese hatten jedoch mehr oder weniger den Zweck mich auf den Ironman als neuen Saisonhöhepunkt vorzubereiten. So sitze ich nun hier am Nachmittag vor dem Rennen im Hotelzimmer und genieße die große Auswahl des Fernsehprogramms um mich etwas abzulenken. Nachher werde ich noch etwa eine viertel Stunde joggen gehen um mir die Beine zu vertreten. Die letzten beiden Wochen der direkten Vorbereitung vor Ort liefen recht gut, wobei die Anspannung in den letzten Tagen merklich angestiegen ist. Da dies mein erstes Rennen über diese Distanz ist, ist es natürlich schwer eine Prognose abzugeben, aber ich werde „alles geben“. Ich hoffe nach dem Schwimmen (mit Neo) vorn dabei zu sein, um dann zu sehen was die vermeintlichen Favoriten so machen. Die Radstrecke ist alles andere als einfach, da es ein ständiges auf und ab ist. Teilweise ist der Asphalt wirklich gut, aber größtenteils hat er doch eher etwas vom „Charme“ früherer DDR-Autobahnen. Die Laufstrecke ist bis auf einige wenige giftige Rampen flach, wobei das Wetter im Verlauf des Rennens alles ein wenig erschweren dürfte, denn es ist hier momentan wärmer als normal um diese Jahreszeit. Für morgen sind ca. 30°C vorhergesagt, somit ist eine Hitzeschlacht vorprogrammiert. Für die männlichen Profis gibt es nach momentanem Stand fünf zu vergebende Hawaiiplätze. Die Favoriten für das Rennen sind der Vorjahressieger Chris McDonald, Raynard Tissink, Maximilian Longree und Petr Vabrousek. Außerdem sind noch Konstantin Bachor und einige andere erfahrene Leute am Start.

Das Rennen Live verfolgen könnt ihr unter Ironman.com, außerdem findet ihr hier noch einen kleinen Vorbericht von tri-mag.de.

Danke für die Mails, SMS, Anrufe usw. die alle einen Grundtenor hatten: „Viel Glück und Hau rein!“ Wobei meine persönliche Einstellung etwas anders ist: „Wünscht mir Erfolg, denn Glück brauchen die Anderen!“

 

Keep fingers crossed

 

christian





2009.09.06 23:32:15
Seit dem 2. September bin ich nun in Madison/Wisconsin. Die Zeitumstellung habe ich gut überstanden und auch sonst verlief alles problemlos. Die nähere Umgebung konnte ich bereits zu Fuß erkunden, d.h. ich konnte ich auch schon Teile der Laufstrecke besichtigen bzw. „erlaufen“. Die Laufstrecke ist sehr zuschauerfreundlich, da sie die ganze Zeit über zwei Runden durch die Stadt oder über den riesigen Unicampus geht. Die Radstrecke habe ich ebenfalls schon erkunden können. Diese hat es allerdings „in sich“. Nach einer noch etwas gemächlichen Anfahrt geht es über zwei Runden entweder steil hoch und eben so steil wieder bergab oder die Abfahrten sind verwinkelt, wirklich rollen kann man relativ wenig. Auf jeden Fall heißt es nun die Beine bis zum Renntag hoch zu legen, denn von nun an kann man nichts mehr für die Form tun als darauf zu warten. Ich hoffe, dass sie spätestens Sonntag früh zu 100% an die Tür klopft, denn die letzten Ergebnisse machen mich zumindest zuversichtlich. Ich werde versuchen kurz vor dem Start noch eine kurze Wasserstandsmeldung abzugeben.

 

mfg christian





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